Konfigurationen der Wirklichkeit


Wir sind nicht alle eins.

Wir sind Ausdrucksformen des Einen.

Absolut einzigartig, aber nur scheinbar individuell. 

Ich bin Anwesenheit,

die im Bewusstsein der Form nach zu sich kommt:

Als Verkörperung, als Gedanke, als Empfindung ...


 

Du bist reine Schönheit -

die einzige Frage ist, ob sie sich verwirklichen, sprich erleben darf!


In der "Zwischenzeit" entfaltet sich dein Leben

Das, was du als dich erlebst, ist eine Form des Selbsterlebens, die aufgetaucht ist und wieder verschwinden wird.

 

Es ist wunderbar, ein engagiertes Leben zu führen und es ist absolut in der kosmischen Ordnung, mit diesem Selbsterleben identifiziert zu sein. Aber diese Identifikation kann „richtig“ und „falsch“ verstanden werden. Falsch verstanden führt sie zu einer kämpfenden, sich abgrenzenden und angstbesetzten Entität, die nicht im Einklang mit sich und ihrem Erleben leben kann. Richtig verstanden führt Identifikation zu einer Übereinstimmung des Erlebens mit sich selbst und damit zu einem (Er)Leben, dass sich nicht unablässig an sich selbst und der Welt abarbeiten muss und damit (als) vergeblich erfährt.

 

In jedem Fall ist dieses, unser Leben ein Strom, der sich im Bewusstsein erlebt. Damit sind wir sehr viel weniger festumrissen und vorherbestimmt, als wir das glauben und als Lebenswirklichkeit erleben. Wenn das erkannt wird, geht dieser Lebensstrom im Bewusstsein auf, und führt damit immer wieder zum Bewusstsein selbst, statt weiterhin krampfhaft für oder gegen bestimmte Bedingungen zu kämpfen. Ein leichtes, harmonisches, freudvolles Erleben wird aus einer vollkommen anderen inneren „Verfassung“ erlebt, als eines, das angstvoll an sich festhalten muss und sich damit ständig Gründe für sein Erleben liefert. Während sich das angstvolle Erleben immer wieder in konkreter Form erlebt, an dem es selbst unter großen Schmerzen festhalten muss, sieht sich das leichte, freudvolle Selbsterleben nicht ständig in eine bestimmte Form hinein und fühlt sich allein schon deshalb nicht ständig wie etwas von allem anderen Getrenntes. Der wesentliche Unterschied zwischen einem fließenden und einem angstvollen Selbsterleben besteht darin, dass das angstvolle Wesen eine Identität „hat“ an der sein Selbsterleben hängt. Damit kann es nichts anderes erleben und fühlt sich ständig bedroht.

 

Der Körper dient dem Bewusstsein als Basis und Ausgangspunkt für alle Selbstentdeckung. Durch den Körper kommt Bewusstsein, das selbst formlos ist, sich aber in jeder Form spiegeln und entdecken kann, zu einem grenzenlosen Selbsterleben, das zunächst durch den Eindruck, selbst der Körper zu sein, begrenzt wird. Dabei erfahren wir das Bewusstsein in jedem Fall als weit über den Körper hinausgehend, egal wie eng unser Selbsterleben auch sein mag. Es wird in Form von Träumen erlebt, spiegelt sich in der Natur und lässt jede Art von Beziehung erst möglich sein. Kurz: Es baut sich zwischen „Körpern“ auf. Dabei ist und bleibt Bewusstsein immer Bewusstsein, während Erfahrungen an ihm vorüberziehen. Wenn sich Bewusstsein als die Konstante entdeckt, die allem Erleben zugrunde liegt, kommt es immer direkter zu sich und verwirklicht sich als einzige Konstante im Lebensstrom.

 

Alles vergeht, geht von einer Form des Erlebens in eine andere Form über, Beziehungen wandeln sich, der eigene Körper verändert sich, das, was gestern von großer Wichtigkeit war hat heute keine Bedeutung mehr – und das alles taucht im Bewusstsein auf. Das, was auftaucht, muss in jedem Fall wieder abtauchen. Es löst sich wieder auf und findet in andere Form wieder in den Ausdruck. Wenn sich diese Einsicht verwirklicht, wird die angstvoll an sich selbst festhaltende Entität zum ersten Mal in aller Deutlichkeit gesehen. Dann kann und lässt sie sich nicht mehr verheimlichen und muss nicht mehr geschützt werden. Damit zeigt sie sich zum ersten Mal im Licht des Bewusstseins.

Es ist diese Entität, die du erfährst. Das klare Erkennen dieser Tatsache eröffnet dir ganz von allein eine vollkommen andere Dimension des Selbsterlebens. In ihr wird zweifelsfrei erkannt, dass du niemand bist, an dem du dich festhalten kannst. Das, was du als dich erlebst, ist ein Prozess, der sich im Bewusstsein vollzieht.

 

 

Erkenne den Traum

 

Lebe den Traum,

statt dich vor ihm zu fürchten.

 

Male nicht zu viele Bilder,

dann wird sich der Traum deines Lebens

ganz von allein in Schönheit auflösen.

 

Ganz einfach gesagt:

Das, was an sich festhält,

kann sich nicht maximal entfalten,

und doch wird es sich verlieren …