"Dein" Wille lässt mich frei sein …


 

Wenn wir nur uns selbst im Sinn haben, dann wollen wir die Dunkelheit von uns abwenden. Weil wir aus der kleinen Position heraus, die wir dann im Fokus haben, völlig überwältigt sind. Alles stürzt auf uns ein. In der Dunkelheit haben wir den Eindruck, allein, verloren und verlassen zu sein. Wir erkennen nicht, dass wir in der Dunkelheit anwesend sind, dass wir das Selbst-Leuchtende sind. Wir suchen das Licht außerhalb von uns und finden es nicht, weil es überall dunkel ist. Langsam geht uns ein Licht auf. Langsam eröffnet sich das Verstehen: Die Dunkelheit ist nichts, was mich bedroht. Und sie wird mich niemals erfüllen (können). Die Dunkelheit scheint mich nur zu bedrohen, weil sie so überwältigend viel größer ist als dieses Licht hier. – Als ich. Und wenn ich mich an sie verliere, gehe ich mir immer umfassender verloren – und spüre nicht mehr, dass sich das Leben erfüllen will – dass es die Erfüllung ist. …

 

Das große Problem im therapeutischen Kontext (Freud) ist, dass wir das Unbewusste implementiert haben. Als würde es so etwas in Wirklichkeit geben. Dabei taucht das Unbewusste im Bewusstsein auf. – In mir taucht die Dunkelheit auf. In mir taucht auf, dass ich gar nichts von mir weiß! In mir taucht auf, dass ich von Mechanismen gesteuert bin, die mich wie ein von mir getrenntes Wesen agieren lassen. In mir taucht die Idee auf, dass ich die Funktion eventuell besser einstellen könnte, wenn mir das alles bewusst werden würde, wenn ich mir vom Unbewussten nur genug bewusst gemacht hätte. – Und so werde ich mir immer fremder – und verliere mich immer öfter an Ideen über mich …

 

Was ich dabei nicht erkenne ist: Das Unbewusste ist ewig und grenzenlos, es ist überwältigend viel. – So viel Zeit habe ich nicht. Also – worum geht es dann in diesem Leben? Um die Zentrierung hier. Ich bin schon da! Ich bin das Licht, in dem das lebendige Leben zu sich kommt. Ich bin als Licht nicht dazu da, die Dunkelheit zu erhellen. Diese Idee führt dazu, dass ich mich völlig an das Außen (auch an das Außen in mir! verliere. An diesem Vorhaben muss ich scheitern. Darum verwirkliche, dass Du bist! Komm zu Dir – und wisse. Wisse einfach: Ich bin bei Dir alle Tage – bis ans Ende der Welt! – Und erst jetzt werde ich jede Idee von mir los. Das macht mich frei. Frei von mir. Dein Wille geschehe – weil es so ist …

 


Termin:

27. Mai - 3. Juni 2022

(Ankunft 27.05. Beginn am 28.05. morgens – Ende 02.06. am späten Abend. Abreise 03.06.)

 

Ort:

Kreta, Plakias, "Weißes Haus"

 

weitere Infos ...